Arbeit 4.0

Arbeit 4.0 braucht Mitbestimmung 4.0

Wir stecken mitten in einer Neujustierung der Mensch-Maschine-Relation, die als Vierte Industrielle Revolution beschrieben wird. Die Digitalisierung industrieller Prozesse führt zu völlig neuartigen Abläufen, die bisherige Arbeitsbeziehungen tiefgreifend verändern, Qualifikationsprofile in Frage stellen und enorme Wirkung bis in gesellschaftliche Selbstverständlichkeiten entfalten. Das Plädoyer mehrerer Vorstandsvorsitzenden von DAX-Konzernen für ein bedingungsloses Grundeinkommen ist nur eines der vielen erstaunlichen Beispiele.

Die Anforderungen an die Qualität von Führung unterliegen dem gleichen Wandel, wie die Anforderungen an die Kompetenzen der Beschäftigten. Lebensbegleitendes Lernen ist unverzichtbar, Konzepte und Modelle der Vergangenheit sind für die Unternehmen zunehmend existenzbedrohend. Die Unwägbarkeiten der Zukunft verlangen flexible Unternehmensstrategien, leicht veränderbare Geschäftsmodelle und aufgefächerte Beteiligungsmöglichkeiten der Beschäftigten nicht nur bei operativen Angelegenheiten. Wer heute ohne Beschäftigte plant, hat morgen nichts zu tun. Die „smarte Fabrik“ braucht engagiertes Personal in Entwicklung, Planung und Fertigung.

Wir sind seit einigen Jahren mit der betrieblichen Ausprägung von digitaler Transformation vertraut und beraten Konzern- und Gesamtbetriebsräte in diesem Themenfeld.  Zusammen mit den Gremien der betrieblichen und überbetrieblichen Interessenvertretungen entwickeln wir Mitbestimmung weiter zu einer institutionalisierten Kommunikation mit dem Management, die den handelnden Personen mehr Gestaltungsmöglichkeiten gibt, ohne den Schutz der Beschäftigten vor schlechten Arbeitsbedingungen aus den Augen zu verlieren.